27. Oktober - 20.Dezember 2006
   


PHILLIP ZAISER / ÖL

Phillip Zaiser, Logo ZOIL

english version below

Phillip Zaiser (1969 geboren in Hannover, arbeitet in Frankfurt/ M.) wird mit seiner skulpturalen Installation "Öl" seine neue Ausstellung in der Galerie Jette Rudolph bespielen.

Der Charakter seiner Objekte ist bestimmt von der analytischen Auseinandersetzung mit den Medien, Film und Comic, unter der Einbeziehung der politischen und kulturellen Realität des moderner Zeitalters. Das "schwarze Gold", welches in der jüngeren Geschichte immer wieder zu Kriegen geführt hat und nur einer Minorität an Menschen zu Reichtum und Wohlstand verholfen hat und dabei vielerorts Menschen in Armut und Elend gestürzt hat, wird zur neuen , zur irdischen Paradiesvorstellung. Die Vorstellung - die Idee des materiellen Zugewinns ist dabei größer als die Wirklichkeit wiederzugeben in der Lage ist.

Im ersten Raum wird eine Adaption eines klassisch texanischen Erdölbohrers zum Sinnbild der nur dem Individuum möglich gefundenen Idea, zur Wiege des Gedanken, dem Anfang alles Kreativen. Das Feststehende, das "Substrat" lädt zum Forschen nach dem "Woher" ein, zur gedanklichen Durchdringung.
Die Verknüpfung der Aristoteleschen Metaphysik mit dem Filmklassiker "Giganten" wird im zweiten Raum mit einer Brunneninstallation weitergeführt. Die Brunnenfigur, ein Selbstporträt des Künstlers, adaptiert den tragischen Helden, , gespielt von James Dean, als Verkörperung des amerikanischen Traums, der Befreiung aus der Abhängigkeit und Armut hin zu ewigem Reichtum und Wohlstand, quasi die Erhebung des Einzelnen über Natur und Mensch. Der "Fluss des Erdöls", der aus den Händen des Individuums Zaiser rinnt, bringt die Vorstellung alles Vergehenden und Entstehenden, aus eben diesem "Substrat" mit, das Prinzip der Veränderung und der Bewegung, welches zum eigentlichen Moment des Schaffensprozesses des Menschen wird.
Als Konklusion des Ganzen verdichtet Zaiser im Flur den Erzählfaden mit der Installation einer Tankerflotte, gleich dem Statussymbol großer Erdölcompanies. Der Bezug zu den versiegenden Energieressourcen wird von den als Podeste umfunktionierten leeren Ölfässern aufgenommen.
Die Galerieräume werden mit Zaisers Gesamtkonzeption in einzelne Objekträume zerlegt, und wieder zusammengesetzt in der subjektiven Wahrnehmung, in der Addition von gesellschaftlicher Erinnerung an das Gesehene und Erlebte vor der Kulisse des politischen und kulturellen Raums. Die drei großen Einzelinstallationen sind in ihrer Abstraktion Einzelbilder einer erzählbaren Geschichte und laden den Besucher auf Entdeckungsreise ein.

Phillip Zaiser, OIl, Installationview Galerie Jette Rudolph, Berlin
o.T. (Heuschrecke und 4 Ölkristalle), 2006
OSB und Acryl, 395 x 320 cm


s.o.

Phillip Zaiser, Ölkristalle
o.T. (Ölkristalle), 2006
Holz u. Acryl, 140x40x55cm u. 60x45x43cm
2-teilig

Phillip Zaiser, Fontain, 2006
o.T. (James Dean Fontain), 2006
Ölfässer, Holz, Pumpe
290 x 220 x 200 cm



Flotte, 2006
Holz u. Acryl
5 Schiffe, verschiedene Groessen


press release

Phillip Zaiser (in 1969 born in Hannover, works in Frankfurt/ M.) will be presented at his soloshow by the gallery Jette Rudolph in Berlin.

The character of his objects is influenced by the analysis of movies, under inclusion in political and cultural reality.
The "black gold" is the base for making war in the new history and only a minority of people gets to prosperity, during the others sinks into poverty and misery.This "black gold" becomes to the earthly idea of the paradise, while this idea of this material increase is bigger than its reflected reality.

The linking up of Aristoteles` Metaphysics with the classical movie "Gigants" (app. 1956) is taken in the first room with the adaption of the classical texan oil pump, which becomes to the "Idea", to the cradle of thinking, to the beginning of creation.
The fixed of the nature, even the "substrate" is metaphorical taken in the artists oil crystals, invites to looking far for to find the reasons, getting through the thoughts.
In the second room Phillip Zaiser continues with his fontain installation. The figure inside adapted as self- portret the tragical hero Jett Rink (James Dean in "Gigants"), the typification of the American Dream, also the liberation of dependence and poverty into prosperity like the rising up nature and people.
The "flowing of oil" running out of Zaisers hands means the symolisation of fading away and growing out of the "subrate". The principle of change, which stands for propper sense of human genesis ends in substructure of the fontain, consists of oil barrels.
As the conclusion of the hole story Zaiser compresses the plot with exposition of his tanker-fleet in the gallerys corridor like big oilcompanies' status symbols.

Zaisers conception cuts the gallery in single parts and its recomposed by the subjective perception, in addition of social memory in front of the political and cultural space.