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PHILLIP ZAISER /
ÖL
english version below
Phillip Zaiser (1969 geboren in Hannover, arbeitet in Frankfurt/ M.) wird mit seiner
skulpturalen Installation "Öl" seine neue Ausstellung in der Galerie Jette Rudolph
bespielen.
Der Charakter seiner Objekte ist bestimmt von der analytischen Auseinandersetzung mit
den Medien, Film und Comic, unter der Einbeziehung der politischen und kulturellen
Realität des moderner Zeitalters. Das "schwarze Gold", welches in der jüngeren
Geschichte immer wieder zu Kriegen geführt hat und nur einer Minorität an Menschen
zu Reichtum und Wohlstand verholfen hat und dabei vielerorts Menschen in Armut und
Elend gestürzt hat, wird zur neuen , zur irdischen Paradiesvorstellung. Die Vorstellung
- die Idee des materiellen Zugewinns ist dabei größer als die Wirklichkeit wiederzugeben
in der Lage ist.
Im ersten Raum wird eine Adaption eines klassisch texanischen Erdölbohrers zum Sinnbild
der nur dem Individuum möglich gefundenen Idea, zur Wiege des Gedanken, dem Anfang alles
Kreativen. Das Feststehende, das "Substrat" lädt zum Forschen nach dem "Woher" ein, zur gedanklichen
Durchdringung.
Die Verknüpfung der Aristoteleschen Metaphysik mit dem Filmklassiker "Giganten" wird im
zweiten Raum mit einer Brunneninstallation weitergeführt. Die Brunnenfigur, ein
Selbstporträt des Künstlers, adaptiert den tragischen Helden, , gespielt
von James Dean, als Verkörperung des amerikanischen Traums, der Befreiung aus der
Abhängigkeit und Armut hin zu ewigem Reichtum und Wohlstand, quasi die Erhebung des
Einzelnen über Natur und Mensch. Der "Fluss des Erdöls", der aus den Händen des
Individuums Zaiser rinnt, bringt die Vorstellung alles Vergehenden und Entstehenden,
aus eben diesem "Substrat" mit, das Prinzip der Veränderung und der Bewegung, welches
zum eigentlichen Moment des Schaffensprozesses des Menschen wird.
Als Konklusion des Ganzen verdichtet Zaiser im Flur den Erzählfaden mit der Installation
einer Tankerflotte, gleich dem Statussymbol großer Erdölcompanies. Der Bezug zu den
versiegenden Energieressourcen wird von den als Podeste umfunktionierten leeren Ölfässern
aufgenommen.
Die Galerieräume werden mit Zaisers Gesamtkonzeption in einzelne Objekträume zerlegt,
und wieder zusammengesetzt in der subjektiven Wahrnehmung, in der Addition von
gesellschaftlicher Erinnerung an das Gesehene und Erlebte vor der Kulisse des politischen
und kulturellen Raums. Die drei großen Einzelinstallationen sind in ihrer Abstraktion
Einzelbilder einer erzählbaren Geschichte und laden den Besucher auf Entdeckungsreise ein.

o.T. (Heuschrecke und 4 Ölkristalle), 2006
OSB und Acryl, 395 x 320 cm

s.o.

o.T. (Ölkristalle), 2006
Holz u. Acryl, 140x40x55cm u. 60x45x43cm
2-teilig

o.T. (James Dean Fontain), 2006
Ölfässer, Holz, Pumpe
290 x 220 x 200 cm

Flotte, 2006
Holz u. Acryl
5 Schiffe,
verschiedene Groessen
press release
Phillip Zaiser (in 1969 born in Hannover, works in Frankfurt/ M.) will be presented at
his soloshow by the gallery Jette Rudolph in Berlin.
The character of his objects is influenced by the analysis of movies, under inclusion
in political and cultural reality.
The "black gold" is the base for making war in the new history and only a minority of
people gets to prosperity, during the others sinks into poverty and misery.This "black gold"
becomes to the earthly idea of the paradise, while this idea of this material increase
is bigger than its reflected reality.
The linking up of Aristoteles` Metaphysics with the classical movie "Gigants" (app. 1956)
is taken in the first room with the adaption of the classical texan oil pump, which becomes
to the "Idea", to the cradle of thinking, to the beginning of creation.
The fixed of the nature, even the "substrate" is metaphorical taken in the artists oil
crystals, invites to looking far for to find the reasons, getting through the thoughts.
In the second room Phillip Zaiser continues with his fontain installation. The figure inside
adapted as self- portret the tragical hero Jett Rink (James Dean in "Gigants"), the
typification of the American Dream, also the liberation of dependence and poverty into
prosperity like the rising up nature and people.
The "flowing of oil" running out of Zaisers hands means the symolisation of fading away and
growing out of the "subrate". The principle of change, which stands for propper sense of
human genesis ends in substructure of the fontain, consists of oil barrels.
As the conclusion of the hole story Zaiser compresses the plot with exposition of his
tanker-fleet in the gallerys corridor like big oilcompanies' status symbols.
Zaisers conception cuts the gallery in single parts and its recomposed by the subjective
perception, in addition of social memory in front of the political and cultural space.
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